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twist.around

 

Unsere Kooperationspartnerin Claudia Thamm erzählt von ihrer Erfahrung mit dem SaHoMa®-II Inhalationsset für Pferde und berichtet wie ihr Wallach Twister darauf reagiert. Wir werden den beiden nun über einen längeren Zeitraum folgen und berichten monatlich über die Inhalationsroutine.

 

Vorgeschichte

Alles begann im Frühling 2015, als mein Wallach Twister einen Infekt bekam. Wir doktorten leider ziemlich lange herum und letztendlich ging es ihm erst nach 8 Wochen, einer Cortison-Kur und ein paar Tagen an der Nordsee wieder richtig gut. Er entwicklete ab diesem Zeitpunkt eine starke Empfindlichkeit gegenüber Staub und anderen allergenen Auslösern. Immer mal wieder hustete er, aber noch mehr Kopfzerbrechen bereitete mir die Bauchatmung, die an ihm sehr deutlich zu sehen ist. Mehrere Allergietests brachten keine zufriedenstellende Erkenntnis über die genauen Auslöser seiner Empfindlichkeit. Mal reagiert er auf Schimmelsporen, mal auf Milben oder Pollen. Jedoch sind die Werte immer an der untersten Hemmschwelle, sodass es sich nicht lohnt, eine Desensibilisierung durchzuführen. Im Sommer 2016 zog Twister um in einen neuen Stall, in dem die Haltungsbedingungen an lungenkranke Pferde angepasst sind: 

> gut belüfteter Offenstall mit kleinen Gruppen

> keinerlei Einstreu im Stallgebäude, stattdessen Gummimatten

> täglich gründlich und frisch gewässertes Heu

> täglicher Weidegang auf großzügigen, aber mageren Wiesen auch im Winter.


Seitdem ging es Twister sehr gut! Über ein Jahr lang hatte er so gut wie keine Probleme und ich konnte endlich meine reiterlichen Ziele mit ihm verfolgen. Jedoch sollte es im November 2017 einen herben Rückschlag geben ... 

 

     

     

Februar 2018

 
Anschaffung des SaHoMa®-II Inhalationssets 

Inzwischen ist Twister seit 3 Monaten akut krank, erkennbar an deutlicher Bauchatmung im Ruhezustand und ständigem Nasenausfluss nachdem er bewegt wurde. Auslöser war mal wieder ein verschleppter Infekt, der zu Beginn des Krankheitsschubes leider nicht richtig diagnostiziert werden konnte, weil der Schleim viel zu fest in Twisters Lungen saß und nicht zu hören war. Erst bei der Bronchoskopie wurden die Keime entdeckt und das Ausmaß der Schleimansammlung sichtbar.

Zusammen mit unserer Tierärztin haben wir einige verschiedene Medikamente und sogar Akupunktur und homöopathische Mittel ausprobiert, um Twister zu helfen. Bisher hat nichts dauerhaft angeschlagen, sodass die Symptome nach dem Absetzen der Medikamente sofort wieder auftraten und er weiterhin behandelt werden muss. Seit 2 Wochen bekommt er nun wieder mal Cortison, was endlich Besserung zu verprechen scheint.

Interessant wird jedoch der Moment, in dem alle Medikamente abgesetzt werden. Wird die Bauchatmung dann immer noch verschwunden sein? Um Twister noch besser bei der Heilung zu unterstützen habe ich bereits vor einiger Zeit ein kleines Inhaliergerät angeschafft, was eigentlich für Menschen gedacht ist. Ein pfiffiger Verkäufer hat mir eine für Pferde geschneiderte Maske zu dem Gerät mitgeliefert. Unsere Tierärztin meinte, das Inhalieren von Kochsalzlösung mit diesem Gerät könne dem Pferd gut helfen. Jedoch musste ich schnell feststellen, dass die Anwendung recht umständlich ist. Das Gerät ist laut, ortsgebunden und vor allem langsam – nicht mal 5 Milliliter in 20 Minuten hat es geschafft zu vernebeln. Eine Alternative muss her!

Nach einigen Recherchen stieß ich auf den SaHoMa-II von NEBU-TEC und war hellauf begeistert. Mittlerweile erkannte ich auch, dass so eine große Anschaffung in Twisters Fall wirklich sinnvoll ist, denn in den letzten 3 Jahren hatte ich nahezu 5.000€ für Medikamente und Behandlungen ausgegeben – von den Strapazen meines Pferdes mal ganz abgesehen. Vom SaHoMa-II verspreche ich mir nun dauerhafte Besserung des Problems und bin sehr gespannt. Die ersten Anwendungen in Kombination mit der Totes-Meer- Sole (1%) hat Twister sehr entspannt mitgemacht. Er inhaliert vorerst täglich 15 ml, deren Verneblung weniger als 10 Minuten dauert. Währenddessen genießt Twister ein ausgiebiges Putzprogramm am ganzen Körper. Bereits nach der dritten Anwendung konnte ich einen erstaunlichen Effekt erkennen: Twister stand auf seinem Paddock an der Heuraufe, als ich am vierten Tag zu ihm kam, und mümmelte vor sich hin. Als er mich ansah, bemerkte ich den sehr dünnflüssigen, tropfenden Schleim aus seinen Nüstern – und das ganz ohne zusätzliche Bewegung oder einem vorangegangen Inhaliervorgang! Das war Premiere und ich hoffe, dass es so weiter geht und mein Pferd dann bald wieder richtig gesund ist.



 

März 2018

 
Die ersten Erfolge: Keine Medikamente mehr

Inzwischen inhaliert Twister regelmäßig mit dem SaHoMa®-II Inhalationsset für Pferde von NEBU-TEC und es geht ihm zusehends immer besser! Anfang März wurden alle Medikamente abgesetzt, nachdem unsere Tierärztin keinerlei Symptome für eine eingeschränkte Atmung mehr diagnostizieren konnte. „Durch den chronischen Befund und Twisters veränderte Atemwege wird er bis ans Lebensende immer wieder minimale Geräusche in der Lunge haben, aber besser als jetzt geht es eigentlich nicht.“, meinte die Tierärztin. Mir fiel ein riesiger Stein vom Herzen, denn ich hatte mir schon die schlimmsten Auswirkungen ausgemalt... Drei Wochen mindestens sollten wir noch weiter täglich inhalieren und dann auch das herunter fahren. Gesagt, getan! Der Umgang mit dem Inhalator geht leicht von der Hand und auch die Reinigung und Aufbewahrung stellt mich vor keinerlei Probleme. Nach zwei Wochen kam schließlich nur noch klare Flüssigkeit aus Twisters Nüstern, sodass ich die Totes-Meer-Sole durch einfache Kochsalzlösung ersetzte. Ab April kommt der Inhalator dann pro Woche einen Tag weniger zum Einsatz, bis wir bei 2 Anwendungen pro Monat angekommen sind. Ganz einstellen möchte ich die Inhalation nicht, da ich auf die vorbeugende Wirkung setze, sodass es hoffentlich nicht nochmal zu so einem heftigen Krankheitsschub kommt. Aktuell ist Twister sehr fit und man merkt ihm die pure Lebensfreude an. Mir hüpft das Herz, wenn ich ihn freudig über die Koppeln toben sehe und seine Motivation beim Reiten spüre. Nun beginnen wir langsam mit dem Wiederaufbau der Muskulatur und ich freue mich sehr auf ein geländereiches Jahr 2018.

April 2018

 
April April - der weiß nicht was er will!

Anfang des Monats gab es ziemlich heftige Wetterumbrüche. Von Minusgraden und geschlossener Schneedecke bis zum ersten Sommergewitter bei über 20 °C und dem ersten Mückengeschwader vergingen nicht einmal 4 Tage. Twisters Immunsystem war noch nicht stark genug, um das zu verkraften, daher meldete sich sein Husten sofort zurück. Die Anzahl der Inhalationen stufte ich wieder auf “täglich” hoch und hoffte, dem Schlimmsten so entgegenwirken zu können. Als das Problem nach einer Woche noch nicht besser und sogar der Nasenausfluss wieder stärker wurde, stellte ich das Inhalationsmittel wieder auf 1%-ige Totes-Meer-Sole zurück, um den offensichtlich vorhandenen Schleim in seiner Lunge besser zu lösen. Bauchatmung zeigte er zum Glück zu diesem Zeitpunkt keine, weswegen ich keinen Tierarzt hinzu zog. Erstaunlicherweise war zwei Tage später nichts mehr zu erkennen - kein Husten und nur ein wenig weißer Nasenausfluss. Und es blieb auch dabei, sodass ich wieder auf Kochsalzlösung umstellte. In diesen Tagen habe ich verinnerlicht, wann ich welches Präparat in den Vernebler geben sollte, um meinem Pferd zu helfen. Jetzt gegen Ende des Monats ist Twister wieder komplett beschwerdefrei und inhaliert etwa 4 bis 5 mal pro Woche 15 ml Kochsalzlösung.

Und nebenbei bemerkt: die Verneblereinheit hat inzwischen insgesamt über 50 Inhaliervorgänge mit 15 ml Flüssigkeit "auf dem Buckel" und funktioniert immer noch einwandfrei!



 

 

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